Rudergesellschaft
Ghibellinia
Waiblingen

 

"Die Ruderer hätten es verdient"

Rudern: Olympische Regatta in Waiblingen? Drei ließen sich in den April schicken - 03.04.2001

Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Wagner  

Ein herrlicher Frühlingstag war der gestrige 1. April. Eine prima Gelegenheit also, den Sonntagsspaziergang mit der Besichtigung der geplanten olympischen Ruderstrecke 2016 zu verbinden und die Waiblinger Ruderer somit bei ihrer Bewerbung zu unterstützen. Bei schönem Wetter ließ es sich auch leichter ertragen, in den April geschickt zu werden.

 

In unserer Samstagsausgabe hatten wir's groß berichtet: Sollten die Olympischen Spiele 2016 in Stuttgart stattfinden, möchte auch Waiblingen ein Stück des großen Kuchens bekommen. Nach Umbauarbeiten könnten, so eine Studie, die Ruderwettbewerbe auf dem Gelände der Rudergesellschaft Ghibellinia ausgetragen werden.

Drei Unentwegte warteten gestern auf die Besichtigung des Geländes durch Vertreter des Initiativkreises Olympiabewerbung. Ein riesiges Plakat mit der Skizze des Olympiaparks 2016 inklusive der Porträts von Ministerpräsident Erwin Teufel, der Oberbürgermeister Dr. Werner Schmidt-Hieber und Dr. Wolfgang Schuster sowie der Logos einiger Sponsoren schmückte das Bootshaus. Ein paar Neugierige seien am Samstag auf dem Gelände herumgeschlichen, sagt Sebastian Augustin von der Ghibellinia, von dem auch die Idee der Geschichte stammt.
Die Marathonläufer Walburg Nicolay und Rainer Jüngling verbanden eine Trainingseinheit mit dem Besuch bei den Ruderern. Jüngling war begeistert von der Idee, die olympischen Ruderwettbewerbe nach Waiblingen zu holen. "Ich gönne es den Ruderern, sie haben es verdient, sie trainieren wahnsinnig viel. Diese Chance sollte sich Waiblingen nicht entgehen lassen und jetzt schon Werbung machen." Jüngling findet die Idee prima, nach den Spielen ein Naherholungsgebiet zu schaffen. "Nur müssten die Busverbindungen verbessert werden."
Walburg Nicolay, früher selbst im Ruderclub Mitglied, war enttäuscht vom geringen Interesse, das die Bevölkerung der Veranstaltung entgegenbrachte. "Von den Olympischen Spielen würde doch auch Waiblingen profitieren." Jüngling und Nicolay nahmen's mit Humor, von der Zeitung in den April geschickt worden zu sein.
Mit der Videokamera unterm Arm, bat Rolf Roth um Erlaubnis zu filmen. Er sei Mitglied der Hobby-Video-Freunde Weinstadt, zurzeit arbeiteten sie am Projekt "Rechts und links der Rems - von ihrem Ursprung bis zur Mündung" - "und dieses Ereignis hätte ich gerne mitgenommen".
Hat er auch, nachdem er mit einem langgezogenen "ahhh" und einem Schmunzeln eingestehen musste, hereingefallen zu sein. "Ich hab' mir's ja halb gedacht, dass es nicht sein kann."
Aber eben nur halb.

 

02.04.2001

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